Stellungnahme von Mirko Peters, Abgeordneter im Kreistag Düren

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Die öffentliche Debatte über Cannabis ist seit Jahrzehnten von Angst und ideologischen Positionen geprägt. Eine 44-jährige dänische Langzeitstudie mit über 5.000 Teilnehmern, veröffentlicht im Fachjournal Brain and Behavior, liefert hierzu wichtige empirische Erkenntnisse:

🧠 Der langfristige Konsum von Cannabis zeigte keinen beschleunigten kognitiven Abbau im Alter.

Das bedeutet nicht, dass Konsum folgenlos ist oder verharmlost werden darf. Es bedeutet jedoch, dass pauschale Behauptungen über geistigen Verfall wissenschaftlich nicht bestätigt sind.

Als kommunaler Abgeordneter vertrete ich eine Position, die sich an Daten und Verantwortung orientiert:

Jugend- und Gesundheitsschutz sind nicht verhandelbar.

Eine moderne Drogenpolitik muss deshalb drei Ziele verbinden:

✔️ Schutz von Minderjährigen durch kontrollierte und regulierte Abgabesysteme

🛡️ Klare Alterskontrollen und wirksame Präventionsmechanismen

🔬 Qualitätsstandards zur Minimierung gesundheitlicher Risiken

🏫 Umfassende Aufklärung in Schulen und gesellschaftlichen Institutionen

📚 Wissenschaft statt ideologischer Scheuklappen

Der Schwarzmarkt bleibt die eigentliche Gefahr:

Keine Kontrolle.
Keine Beratung.
Keine Produktstandards.
Kein Jugendschutz.

Wer Konsum verhindern will, muss den Schwarzmarkt schwächen – nicht stärken. Regulierte Systeme ermöglichen Kontrolle, Prävention und Verantwortung.

Politik darf nicht gegen Fakten arbeiten. Sie muss Lösungen schaffen.

Mirko Peters
Abgeordneter im Kreistag

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